„…Sonstige 2,5%“: Warum so viele, so wenig gewinnen.

Niklas Harder

Parteien werden häufig als zweckrationale Akteure mit dem Ziel der Stimmen- und Machtmaximierung verstanden. Nach Wahlen gewinnt jedoch nur ein Bruchteil aller Parteien tatsächlich Macht. Warum gründen sich also quasi-chancenlose Parteien und warum treten sie wiederholt zu Wahlen an?

Ziel des Projekts ist ein neuer auf Rational Choice basierende Ansatz, welcher die Summe aller Parteien in verschiedenen Parteiensystemen erklären kann. Dabei sind chancenlose Parteien Anstoß zur Forschung, nicht aber exklusives Forschungsobjekt. Konkret soll ein auf Rational Choice basierendes Parteienverständnis entwickelt, formalisiert und überprüft werden, das die gesamte Breite eines Parteiensystems erklären kann (Makroebene), erklären kann warum sich bestimmte Interessen zu neuen Parteien zusammenschließen (Mesoebene) und die Motivation einzelner Parteimitglieder abbildet (Mikroebene).